Mit Ihrer Spende unterstützen Sie verschiedene Projekte in Costa Rica. Welche der Organisationen Sie fördern, liegt bei Ihnen. Im Rahmen dieser Reise werden wir alle Projektstandorte besuchen, so dass Sie vor Ort einen unmittelbaren Eindruck von der Arbeit der Organisationen bekommen.
Durch eine Spende an Tropica Verde e.V. unterstützen Sie den Bau des Zentrums für indigene Kultur in der Bri-Bri Gemeinde Yorkin. Ihre Spende an F.A.W.N. fließt sowohl in eine Fördermitgliedschaft als auch in als auch in die Partnerprojekte zum Schutz der Aras, Wildkatzen und Meeresschildkröten in Costa Rica.
Die Frauengruppe "Estibrawpa" hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensbedingungen in ihrem Dorf Yorkin nachhaltig zu verbessern. Dabei geht es um die Bewahrung des tropischen Lebensraumes und die Integration und Förderung der indigenen Kultur. Neben anderen, kontinuierlich geförderten Projekten im Bereich Umwelt- und Artenschutz, hat Tropica Verde e.V. in der Vergangenheit auch punktuell die Gemeinde Yorkin unterstützt und wird Ihre Spende für das kulturelle Zentrum für indigene Kultur weiterleiten. Im weiteren Verlauf des Textes erfahren Sie mehr Details zur Arbeit von "Estibrawpa" in der Gemeinde Yorkin.
Die Organisationen "Amigos de las Aves", "ASTOP" und "Yaguará" setzen sich für den Schutz von Aras, Meeresschildkröten und Wlldkatzen ein. Sie werden in ihrer Arbeit gezielt durch F.A.W.N. e.V. unterstützt. Dabei geht es um die Aufzucht und Auswilderung von bedrohten Papageienarten und den Schutz vor Wilderern und Nesträubern an den Stränden der Karibikküste, welche die Meeresschildkröten zur Eiablage aufsuchen. Ein weiteres Projekt ist die Forschungs-, Bildungs- und Lobbyarbeit für den Schutz der bedrohten Wildkatzen im Corcovado Nationalpark. Im weiteren Verlauf des Textes erfahren Sie mehr Details über die einzelnen Artenschutzprojekte.
Im Jahr 1985 schlossen sich einige Frauen aus dem Dorf Yorkin zusammen und gründeten die Gruppe Estibrawpa, was in der Sprache der BriBri „Frauen des Kunsthandwerks“ bedeutet. Sie setzten sich zum Ziel, die Lebensbedingungen in ihrem Dorf nachhaltig zu verbessern.
Zu diesem Zeitpunkt gab es in Yorkin weder eine Trinkwasserleitung, noch elektrisches Licht oder eine ausreichende gesundheitliche Versorgung. Für die schulpflichtigen Kinder aller Altersgruppen gab es lediglich einen Lehrer und eine Klasse. Die nächste weiterführende Schule lag nicht nur weit entfernt, sondern war für die meisten Familien auch unbezahlbar.
Die Dorfbewohner lebten vom Brandrodungs-Feldbau. Waren die Ernten schlecht, mussten die Menschen hungern. Viele Männer verließen daher das Dorf, um als Tagelöhner auf konventionellen Bananenplantagen an der Karibikküste zumindest ein spärliches Einkommen für ihre Familien zu erwirtschaften. Um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen, setzte sich Estibrawpa das Ziel, die Infrastruktur des Dorfes zu verbessern, um der Armut und Abwanderung entgegenzuwirken. Nach erfolglosen Versuchen mit der Vermarktung kunsthandwerklicher Produkte entstand Mitte der neunziger Jahre dann die Idee, nachhaltigen Tourismus im Dorf zu etablieren. Unterstützt wurde die Frauengruppe von ANAI, einer in San José ansässigen Nicht-Regierungs-Organisation.
Gemeinsam mit ANAI entwickelten die Dorfbewohner ein touristisches Leitkonzept, das neben der Bewahrung des tropischen Lebensraumes die Integration und Förderung ihrer indigenen Kultur berücksichtigte.
Durch regelmäßige Vorbereitungskurse, die von ANAI-Mitarbeitern im Frauenhaus, dem „Casa de las mujeres“ durchgeführt wurden, setzten sich die teilnehmenden Familien mit den Chancen und Risiken des Tourismusprojektes auseinander. Volontäre begannen, interessierte Dorfbewohner in Englisch zu unterrichten, um eine einfache Kommunikation mit ausländischen Gästen zu ermöglichen. In diesem Stadium begleitete Tropica Verde Mitglied Ute Warnke als ANAI-Volontärin von 1997 bis 1998 die Entwicklung des Projektes vor Ort. Die Dorfbewohner entwickelten mit ihrer Unterstützung ein „touristisches Programm“ für die Gäste: die Herstellung von Schokolade aus Kakaobohnen, das Schießen mit Pfeil und Bogen, aber auch Streifzüge durch den Regenwald und das Aufspüren von Medizinalpflanzen, Workshops zu verschiedenen Flechttechniken aus Lianen und Palmblättern sowie das Sammeln von essbaren Wildpflanzen. Als die ersten Gäste 1997 das Dorf besuchten, waren sie voller Faszination und Bewunderung über das Leben der Menschen in Yorkin und deren Naturraum.
Durch die Etablierung des Tourismusprojektes veränderte sich vieles in Yorkin. Zwischenzeitlich gab es eine Trinkwasserleitung, die alle Haushalte erreichte, das Dorfgemeinschaftshaus besaß ein Solarpaneel für elektrisches Licht und es wurde eine Krankenstation aufgebaut. Außerdem wurden nicht nur ein Kindergarten und eine zweite Lehrerestelle für die Grundschule geschaffen, sondern auch eine weiterführende Schule gebaut, auf der die Kinder einen höheren Bildungsabschluss erzielen konnten.
Ein Großteil der Finanzierung stammte dabei aus dem touristischen Gemeinschaftsprojekt. Zu jenem Zeitpunkt setzte sich Estibrawpa ein neues Ziel: die Förderung und den Erhalt der BriBri-Kultur, insbesondere ihrer Sprache. Dafür plante die Frauengruppe die Errichtung einer „Ranch“, die als kulturelles Zentrum gebaut und betrieben werden sollte.
Im Dezember 2008 verwüstete allerdings ein verheerendes Unwetter die Infrastruktur Yorkíns vollkommen. Durch tagelange Regenfälle traten Flüsse über die Ufer und zerstörten Gästehäuser, Trinkwasserleitung, Brückenverbindungen sowie die Krankenstation nahezu vollständig. Zwar wurde mit ausländischer Hilfe und einer Spendenaktion, unterstützt von Tropica Verde, bereits ein Teil der Infrastruktur wieder aufgebaut und die Versorgung mit Trinkwasser wieder hergestellt. Die Gelder, die für den Bau des „Kulturzentrums“ vorgesehen waren, fehlen allerdings noch immer.
Mit ihrer Spende werden die Teilnehmer der Reise daher den Bau des kulturellen Zentrums unterstützen. Im Rahmen unseres Besuches in Yorkín werden wir mit Mitgliedern der Frauengruppe über das geplante Projekt sprechen und Details über das weitere Vorgehen erfahren. Trotz der Ereignisse im Jahr 2008 werden die Reiseteilnehmer bei den Begegnungen mit den Dorfbewohnern sicher die Zuversicht der Menschen spüren und das ungebrochene Engagement für eine bessere Zukunft erleben!
In der Provinzstadt Alajuela unterstützt F.A.W.N. das Projekt "Amigos de las Aves". Hier werden vom Aussterben bedrohte Rotbrust Aras, Grüne Aras und die seltenen Hyazyntharas wie auch Tukane aufgezogen, um Sie als Erwachsene freizulassen. Papageien legen in der Regel zwei Eier, ziehen jedoch nur das stärkere Jungtier, das sich durchsetzt, auf. Bei "Amigos de las Aves" werden die schwächen Küken von Menschenhand aufgezogen und später ausgewildert. Entgegen der ursprünglichen Skepsis hat die Beobachtung der freigelassenen Tiere gezeigt, dass mehr als 90 von 100 Tieren auch in der freien Natur überleben und davon später sogar durchschnittlich 70 Tiere eigene Nachkommen großziehen. Damit trägt das Projekt erfolgreich zur Erhaltung der vom Aussterben bedrohten Tiere bei.
Barra de Parismina liegt an der Karibikküste auf halber Strecke zwischen Tortuguero und Limon. Hier unterstützt F.A.W.N. die lokale Organisation "ASTOP" (asociacion salvemos las tortugas da parismina), die sich seit dem Jahr 2001 aktiv für den Schutz der Meeresschildkröten einsetzt. Trotz scharfer Gesetze zum Schutz der Schildkröten werden diese immer noch durch Wilderer gejagt und ihre Nester ausgenommen, da die Eier der Tiere auf dem Schwarzmarkt begehrt sind. Inzwischen ist es "ASTOP" gelungen, durch die Kombination von Strandpatrouillen und die Aufklärung und Einbeziehung der lokalen Bevölkerung die Wilderei um fast zwei Drittel einzudämmen.
Die Organisation "Yaguará" erforscht die Migrationswege der Wildkatzenpopulation in Mittelamerika im Allgemeinen und ihren Lebensraum im Corcovado Nationalpark an der Pazifikküste Costa Ricas im Besonderen. F.A.W.N. unterstützt dabei gezielt die Informations- und Bildungsarbeit der Organisation sowie die Maßnahmen zum Schutz der Jaguare im Corcovado Nationalpark. Ziel der Maßnahmen ist sowohl die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Situation der Tiere, als auch die strategische Erforschung der Wanderwege, um potentielle Lücken innerhalb der Schutzkorridore Costa Ricas und Mittelamerikas zu identifizieren und zu schließen
Mit Ihrer Spende von € 200,- an F.A.W.N. werden Sie für ein Jahr Fördermitglied (€ 120,- Jahresförderbeitrag) und unterstützen dadurch alle von F.A.W.N. geförderten Projekte. Der Differenzbetrag von € 80,- fließt zu gleichen Teilen an die Projekte "Amigos de las Aves", "ASTOP" und "Yaguará".
Der Frankfurter Naturschutzverein Tropica Verde e.V. setzt sich seit über 20 Jahren ehrenamtlich für den Schutz und Erhalt tropischer Lebensräume, biologischer Vielfalt und bedrohter Arten ein. Der gemeinnützige Verein unterstützt seit 1989 konkrete Natur- und... [ weiter ]
F.A.W.N. Deutschland e.V. (First Aid for Wonderful Nature ) setzt sich seit der Gründung im Jahr 2001 für Arten- und Tierschutzprojekte ein. Der Schwerpunkt der Projektarbeit konzentriert sich auf Entwicklungs- und Schwellenländer. Ein Hauptaugenmerk der Arbeit... [ weiter ]



