Ban Sopking ist ein von den Volksgruppen der Khmu und Lao Loum bewohntes Dorf am Nam Ou in der Provinz Luang Prabang. Zurzeit existiert dort zwar eine Grundschule, aber keine weiterführende Schule. Wer von den Schülern nach dem Abschluss der Grundschule ein Gymnasium besuchen möchte, kann dies nur in der Distrikthauptstadt Nong Khiaw oder aber in Muang Khua tun. Je nach Wasserstand des Nam Ou und der Lage der Dörfer im Einzugsbereich von Ban Sopking dauert der Weg flussabwärts nach Nong Khiaw zwei bis vier Stunden. Die Stadt Muang Khua liegt bereits in einer anderen Provinz wesentlich weiter entfernt flussaufwärts.
Für die Kinder und Jugendlichen der Region bedeutet dies, dass sie nur dann eine weiterführende Schule besuchen können, wenn sie während der Schulzeit von ihren Familien getrennt leben. Die Kosten für die Unterbringung der Kinder in einer fremden Familie sind für die meisten Bauernfamilien zu hoch. Nur wenige Familien können sich daher den Schulbesuch ihrer Kinder leisten.
Damit auch die Kinder am mittleren Flusslauf des Nam Ou endlich eine weiterführende Schule besuchen können, wird der Verein „Die Bambusschule e.V.“ in Ban Sopking den Bau eines Gymnasiums unterstützen. Das neue Gebäude wird fünf Klassen haben und damit etwa 150 Kindern und Jugendlichen Platz bieten. Unterrichtet werden sollen die Kinder von fünf Lehrern.
Das Gebäude wird im Gegensatz zu den bisher von dem Verein „Die Bambusschule e.V.“ errichteten Schulen aus Beton-Stein-Wellblech-Holz gebaut und etwa 35.000 Euro kosten. Die Baukosten müssen komplett aus Spenden finanziert werden. Da der Nam Ou und seine Nebenflüsse in der Regenzeit gewaltig anschwellen und weite Bereiche an seinen Ufern überfluten, liegt der Bauplatz oberhalb der Hochwassermarke. Der Bau der Schule bedroht weder alten Baumbestand noch gefährdete Tiere.
Damit wird das Gymnasium in Ban Sopking die bisher aufwendigste Schule sein, die der Verein in Nordlaos errichtet. Bei allen bisherigen Projekten war eine grundlegende Voraussetzung für die Errichtung der Schule die Eigenarbeit der Dorfbewohner. Alles, was sie vor Ort aus eigener Kraft herstellen konnten, wurde von ihnen als Beitrag zum Schulbau geleistet. Dazu wurden von Hand Beton angemischt und die Fundamente gegossen. Der Verein „Die Bambusschule e.V.“ übernahm vor allem die Kosten für die Baumaterialien, während die Arbeit von den Dorfbewohnern in Eigenleistung erbracht wurde. Auch für die Instandhaltung der Schule war die Dorfgemeinschaft verantwortlich. Durch diese Arbeitsteilung betrugen die Gesamtkosten für die bisherigen Schulbauten nur etwa 6000,- bis 12.000,- Euro.
Auch wenn mit diesem Konzept sehr erfolgreich einer Reihe kleiner Grundschulen für die Grundversorgung abgelegener Dorfgemeinschaften realisiert werden konnten, stößt es bei dem Vorhaben, eine weiterführende Schule zu errichten, an seine Grenzen. Das Gymnasium in Ban Sopking wird einen unmittelbaren Einzugsbereich von zwölf Dörfern haben. Anders als bei den vorherigen Projekten, die unmittelbar einer Dorfgemeinschaft zugeordnet werden konnten und dadurch eine klare Verantwortlichkeit zuließen, ist dies bei der weiterführenden Schule nicht mehr möglich.
Die Errichtung des Gymnasiums wird die Ausbildungsperspektive aller Kinder der Region erheblich verbessern, auch weil dort Englisch ein Pflichtfach sein wird. Dem Distrikt Luang Prabang liegt so viel an dem Projekt, dass der Gouverneur die Entsendung der Lehrer bereits vor Baubeginn fest zugesagt hat. Ein Lehrer verdient im Jahr etwa 500,- Euro.
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Fertigstellung der Schule. Wenn die Baumaßnahmen wie geplant durchgeführt werden können, wird das Gymnasium im Winter 2010 fertiggestellt sein. Mit etwas Glück können wir die Schule bei unserem ersten Besuch also bereits in Betrieb erleben!
Der Verein 'Die Bambusschule e.V.' wurde im Mai 2006 gegründet und ist beim Amtsgericht Ibbenbüren eingetragen. Die Ziele des Vereins sind die nachhaltige Verbesserung der Bildungs- und Gesundheitssituation in Nordlaos. Die Menschen im Arbeitsgebiet des Vereins... [ weiter ]












