Firmenkunden | Privatkunden
Menu Image MapHomeHomePhilosophiePhilosophieReisenReisenPartnerPartnerÜber unsÜber unsNewsNewsPressePresseKontaktKontakt
Samstag 20. März 2010
Kein Schutz für Haie
© chris dascher

© chris dascher

Über dreißig Prozent aller Haiarten im offenen Ozean gelten inzwischen als stark gefährdet. Trotzdem hat die Artenschutzkonferenz in Katar sich nicht darauf einigen können, Haie in Zukunft besser zu schützen ...

Obwohl die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und eine Reihe von anderen Ländern den Antrag unterstützten, kam für den Artenschutz der Tiere keine Zweidrittelmehrheit zusammen. Auch wenn pro Jahr allein 73 Millionen Haie allein wegen ihrer Flossen getötet werden, die in vielen asiatischen Staaten als Delikatesse gelten, bezweifelten Vertreter Japans, Russlands und Chinas, dass dadurch die Haibestände ernsthaft gefährdet seien. Andere Staaten wie Lybien oder Marokko stimmten gegen den Antrag, da sie im Fall eines Schutzabkommens für Haie Nachteile für ihre heimische Fischerei befürchteten.

Für viele Beobachter war die Ablehnung überraschend gekommen, da allgemein angenommen worden war, die Initiative für mehr Transparenz im Handel mit Haifischprodukten würde mit ihrem Antrag auf keinen großen Widerstand stoßen.

Als besonders gefährdet gelten der Weißspitzen-Riffhai und der Bogenstirn-Hammerhai. Schuld am drastischen Rückgang der Haibestände gerade im Nordatlantik ist der industrielle Fischfang mit Langleinen, mit deren Hilfe vor allem Jagd auf Thun- und Schwertfische gemacht wird. An dieser Praxis wird sich aber auch in Zukunft kaum etwas ändern, da auch das Fang- und Handelsverbot für den bedrohten Blauflossen-Thunfisch bereits am ersten Wochenende scheiterte. Vor allem Japan hatte gegen den strikten Schutz der Tiere Widerstand geleistet, da das Fleisch des Tieres traditionell eine wesentliche Grundlage für Sushi ist.

Zwar gilt das Washingtoner Artenschutzabkommen als das schärfste Regulationswerk zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten, doch es bedarf einer Zweidrittelmehrheit der 175 Mitgliedsstaaten, um bindende Beschlüsse herbeizuführen. Alle drei Jahre kommt die Staatengemeinschaft zusammen, um über die vorliegenden Schutzanträge zu entscheiden. Erst 2013 haben Haie und Blauflossen-Thunfische also eine neue Chance auf einen geschützten Status, sollten sie bis dahin noch nicht ausgerottet worden sein. Dieses Jahr trat der Schutz dieser Tiere jedenfalls hinter kulturelle und wirtschaftliche Interessen zurück.

Quellen: www.spiegel.de, www.welt.de, www.pressrelations.de

>> mehr ...

>> mehr ...

>> mehr ...