
© Jim W. Parkin
In West Virginia macht man es sich bei der Kohleförderung einfach. Berge, unter denen Kohle liegt, werden einfach mit Dynamit beseitigt. Zurück bleibt eine vergiftete Landschaft ...
Beim sogenannten Mountaintop Mining werden zunächst die Kuppe und dann andere Teile des Berges weggesprengt bis die Kohle im Tagebau abgetragen werden kann. Nach der Ausbeutung der Kohleflötze wird der übriggebliebene Schutt zusammengeschoben. Der neue Schutthaufen hat mit dem alten Berg allerdings nichts mehr gemein. Bäume wachsen auf den Halden nicht mehr. Nur Gras gedeiht noch auf der für Jahrhunderte vergifteten Erde.
Für die Industrie und die Banken, die den Abbau der hochwertigen Kohle finanzieren, ist dieses Vorgehen hochprofitabel, weil die brutale Art der Förderung vergleichsweise günstig ist. Die Folgekosten trägt die zerstörte Umwelt. In alternative Energien zu investieren ist durch die recht billige Kohle ebenfalls unpopulär. So wird in den USA immer noch über die Hälfte des Stroms aus dem fossilen Energieträger gewonnen.
Jetzt allerdings hat die amerikanische Umweltbehörde zum ersten Mal einer bereits erteilten Abbaugenehmigung vor allem aus ökologischen Gründen rückwirkend die Zustimmung entzogen. Eine Entscheidung, die den Umweltschützern in West Virginia Mut macht.
Quelle: www.dw-world.de

