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Sonntag 20. Dezember 2009
Kenia: Nachwuchs in der Wildnis?
© cbm

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Weltweit leben nur noch acht nördliche Breitmaulnashörner in Zoologischen Gärten. Die Hälfte der Tiere tritt nun von Tschechien aus den Flug nach Kenia an. Dort hofft man, werden sich die Tier wieder vermehren ...

Nachdem alle Versuche gescheitert waren, die Tiere in Gefangenschaft zur Fortpflanzung anzuregen, sollen die tonnenschweren Tiere jetzt in Kenias zentralem Hochland bei Nanyuki ein neues Zuhause finden und sich auf natürliche Weise vermehren. Ein ähnliches Vorgehen hatte bei Spitzmaulnashörnern zum Erfolg geführt. Allerdings ist der Versuch mit hohen Kosten verbunden. Allein der Transport der Tiere schlägt trotz Sonderkonditionen mit fast 150.000 US-Dollar zu Buche.

Das private Reservat Ol Pejeta arbeitet eng mit den staatlichen Naturschutzbehörden zusammen und hat bereits Erfolge bei der Erhaltung von Spitzmaulnashörnern erzielt. Auf drei Jahre ist der international unterstützte Versuch mit den nördlichen Breitmaulnashörnern zunächst angelegt. Die Kosten von mindestens 300.000 $ werden nach Angaben des Zoos komplett von Sponsoren aufgebracht. Der Transport allein kostet trotz Rabatt etwa 150.000 $.

Die natürliche Population der Tiere wurde von Wilderern komplett ausgerottet. In der traditionellen chinesischen Medizin wird ihrem zerriebenen Horn besondere Heilwirkung zugeschrieben. Außer dem Menschen besitzen die großen Nashörner keine natürlichen Feinde. Damit die vier Exemplare nicht das Schicksal ihrer Artgenossen erteilt, werden die vier nördlichen Breitmaulnashörner künftig von bewaffneten Rangern beobachtet. Außerdem sollen Elektrozäune und Videokameras die Sicherheitsmaßnahmen ergänzen.

Quelle: www.ftd.de

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