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Die Metro, Wal-Mart und andere Handelsketten drängen massiv auf den indischen Markt. Vor allem Straßenhändler und kleine Ladenbesitzer sind von der Expansion der Handelsriesen betroffen. Für Millionen von Menschen droht der Verlust ihrer Einkommensquellen ...
Bisher wird in Indien nur ein Prozent aller Lebensmittel in Supermärkten gekauft. Ein Markt, der den großen Handelshäusern gewaltige Gewinne verspricht. Nach Ansicht der Handelsexpertin Marita Wiggerthale von Oxfam bedeutet dies, dass Straßenhändler, Ladenbesitzer und später auch Kleinbauern von den Handelsriesen in den Ruin getrieben werden, da für Metro, Wal Mart & Co nur mittlere und größere Betriebe bevorzugte Vertragspartner sind.
Noch existieren in den großen Städten erst fünf Großmärkte der Metro-Handelsgruppe. Doch das könnte sich sehr schnell ändern. Ein Streitpunkt in den laufenden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien ist daher auch die Liberalisierung von ausländischen Investitionen im Einzelhandel. David Hachfeld, Oxfams Referent für europäische Handelspolitik warnt vor diesem Hintergrund davor, durch das Abkommen die Möglichkeiten der indischen Regierung einzuschränken. Der Markt sei nicht einfach liberalisierbar ohne die notwendigen Investitionen entwicklungsfreundlich zu gestalten. Dafür müsse die Marktmacht von Supermarktketten begrenzt, sowie faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen für die Angestellten sichergestellt werden.
Zurzeit arbeiten über 35 Millionen Menschen im indischen Einzelhandel, der mit seinen kleinen Tante-Emma-Läden und dem Straßenhandel für große Teile der Bevölkerung das soziale Sicherungsnetz ersetzt.
Quellen: www.oxfam.de, www.dw-world.de

