Über 20 Jahren ist der Handel mit Elfenbein verboten. Doch seit China und Japan vor zwei Jahren eine Ausnahmeregelung beim Washingtoner Artenschutzabkommen durchsetzten, nehmen Wilderei und Schmuggel wieder kontinuierlich zu ...
Jetzt stellten Ostafrikanische Grenzbeamte auf dem Kenyatta-Flughafen in Nairobi und in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba insgesamt 1.200 Kilo Elfenbein im Wert von etwa einer Million US-Dollar sicher. Das Ziel der Schmuggelware war Bangkok, das als Drehscheibe im illegalen Handel gilt. Von hier wird das Elfenbein vor allem weiter nach China verschoben, einem der Hauptabsatzmärkte für das Elfenbein. Offiziell darf nur bei einer einmal jährlich stattfindenden Auktion Elfenbein aus Botswana, Namibia, Simbabwe und Südafrika verkauft werden. Seitdem der Handel jedoch zum Teil wieder erlaubt ist, sind mafiöse Gruppen in den illegalen Handel und die Wilderei verstrickt. Seit Jahresanfang haben Wilderer allein in Kenia 125 Elefanten umgebracht, viermal so viel wie noch vor zwei Jahren.
Quelle: www.taz.de

