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Freitag 30. Oktober 2009
Atommüllexport nach Russland
© bkindler

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Seit Mitte der 90er Jahre exportiert Frankreich einen Teil seines Atommülls nach Russland. Dort lagert er in Containern unter freiem Himmel. Und jedes Jahr kommen über 100 Tonnen dazu...

Auf einem Parkplatz in der russischen Atomstadt Sewersk, die nur mit einem Passierschein der internationalen Atombehörde betreten werden darf, lagert seit etwa 15 Jahren Atommüll aus den 58 Kernkraftwerken, die die Electricité de France (EDF) in Frankreich betreibt.

In einer Dokumentation, die kürzlich auf arte ausgestrahlt wurde, erklärt die Journalistin Laure Noual, dass 13 Prozent des in französischen Atomkraftwerken anfallenden Materials seit Jahren nach Russland exportiert würde. Sogar die ehemalige Umweltministerin Frankreichs, Corinne Lepage zeigte sich von den Informationen überrascht. Der Sprecher des französische Atomkonzern und Uran-Versorger Areva, Jacques-Emmanuel Saulnier hingegen behauptet, das Material stelle für die Russen eine "Rohstoffreserve" dar.  Auch die Betreiberfirma EDF erklärt, das aufzubereitende Material werde "in völliger Sicherheit" gelagert. 2007 betrug die Summe der Atomabfälle aus Frankreich 1,15 Millionen Kubikmeter. Die Endlagerung ist nicht geklärt.

Quelle: www.fr-online.de

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