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Dienstag 29. September 2009
Proteste gegen die Ölsandförderung in Kanada

Bei Fort McMurray in Kanada fördern internationale Energiekonzerne Ölsand. Der Ort steht für eine der schlimmsten Umweltverschmutzungen des 21. Jahrhunderts ...

„Der kanadische Ölsand-Abbau ist das größte industrielle Projekt des Planeten“ so Christoph Lieven, Greenpeace-Sprecher in Hamburg. „Eine Fläche von der Größe Englands wird hier verwüstet, als Abfallprodukt entstehen riesige Giftseen mit einer tödlichen Mischung aus Arsen, Quecksilber und anderen Chemikalien. Die größten Ölkonzerne und Banken profitieren hier von einer Umweltzerstörung apokalyptischen Ausmaßes.“

Greenpeace-Aktivisten aus Deutschland, Frankreich, Brasilien und Kanada haben bei Fort McMurray daher aus Protest ein zentrales Transportband des größten kanadischen Energieunternehmens Suncor besetzt, um gegen die klimaschädlichen Auswirkungen des Ölsand-Abbaus zu protestieren. Das Herauslösen des sandgebundenen Öls setzt gigantische Mengen an Treibhausgasen frei, die im Widerspruch zu Kanadas Reduktionsverpflichtungen im Rahmen des Kyoto-Protokolls stehen.

Alle großen Erdölkonzerne wie Shell, BP, ExxonMobile, Total, Suncor, Syncrude und StatoilHydro investieren in die Ölgewinnung in Westkanada. Aktuell werden täglich 1,2 Millionen Barrel Öl mit hohem Energieeinsatz gefördert. Pro Barrel gewonnenen Öls werden 62 bis 176 Kilogramm CO2 freigesetzt – das sind drei bis fünf Mal so viel schädliche Klimagase wie bei der konventionellen Ölförderung. Nach wissenschaftlichen Schätzungen wird der zunehmende Ölsand-Abbau ab dem Jahr 2020 für über 40 Prozent der CO2-Emissionen in Kanada verantwortlich sein.

Bis zum Jahr 2030 sollen die bisher bekannten Ölquellen aufgebraucht sein, weshalb Greenpeace befürchtet, dass der Ölsandabbau im Norden Amerikas fortgesetzt wird. Um ein Barrel Rohöl zu gewinnen, werden rund zwei Tonnen Ölsand benötigt.

Quelle: www.greenpeace.de

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