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Seit 1991 treffen sich alljährlich Experten aus der ganzen Welt, um über Wasser- und Entwicklungspolitik zu diskutieren...
Die Weltwasserwoche in Stockholm beleuchtet die Problematik und vor allem die Lösungsmöglichkeiten für die weltweite Wasserknappheit im 21. Jahrhundert. In diesem Jahr stellt das Expertentreffen das Problem der sanitären Grundversorgung in den Mittelpunkt. Etwa 2.500 Wasserexperten aus 140 Ländern kommen bei dieser wichtigsten jährlichen Fachkonferenz zusammen, um sich über eine Vielzahl von Themen der Wasser- und Entwicklungspolitik auszutauschen.
Anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen "International Year of Sanitation" werden auf der Konferenz insbesondere neue Entwicklungen bei der Bekämpfung von Armut und gesundheitlichen Problemen durch mangelnde sanitäre Grundversorgung und schlechte Hygienebedingungen diskutiert. Derzeit haben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation rund 2,6 Milliarden Menschen und damit mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sanitären Anlagen, benutzen offene Latrinen, Eimer oder Gemeinschaftslatrinen. Besonders betroffen sind arme Menschen in rasch wachsenden Stadtrandgebieten.
In Expertenvorträgen, wissenschaftlichen Workshops, Diskussionsrunden sowie unabhängig organisierten Seminaren und Veranstaltungen beschäftigen sich die Experten des Weiteren auch mit folgenden thematischen Schwerpunkten:
* Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf den Wassersektor und Süßwasser-Ökosysteme,
* Schutz und Nutzung grenzüberschreitender Flüsse und Seen mit Hilfe internationaler Konventionen wie dem „Übereinkommen über die Nutzung internationaler Gewässer zu anderen Zwecken als zur Navigation“ (UN Watercourses Convention),
* Virtuelles Wasser und der Wasser-Fußabdruck: Welche Wassermengen werden bei der Herstellung von Nahrungsmitteln und anderen Produkten tatsächlich verbraucht?
Der WWF wird die diesjährige Weltwasserwoche aktiv mitgestalten und bietet zahlreiche Seminare und Veranstaltungen zu den wichtigsten Themen der Konferenz an. Insbesondere die Arbeiten des WWF zum Wasser-Fußabdruck oder seine Bemühungen, die Umsetzung der UN Watercourses Convention voranzutreiben, sollen im Rahmen dieser Veranstaltungen bekannter gemacht werden. Außerdem bietet der WWF den Rahmen für eine Diskussion darüber an, wie sich Nutzung und Management von Flüssen und anderen Süßwasser-Ökosystemen ändern müssen, damit sie die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels ausgleichen und weiterhin den Erhalt dieser Lebensräume sicherstellen können.
Die Weltwasserwoche findet seit 1991 jedes Jahr statt und wird vom Stockholm International Water Institute (SIWI) organisiert. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen treffen sich, um gemeinsam globale Lösungsansätze im Wassersektor zu erarbeiten.
Obwohl dort keine völkerrechtlich verbindlichen Abkommen oder Verträge abgeschlossen werden, gilt die Weltwasserwoche inzwischen als bedeutendes internationales Forum. Die verschiedenen Interessenvertreter nutzen die Möglichkeit, dort gemeinsam effizientere und nachhaltige politische Instrumente zu erarbeiten, neue Partnerschaften aufzubauen und wichtige Projekte ins Leben zu rufen.
Quelle: WWF

