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Mittwoch 05. Mai 2010
EU: Nur noch legale Holzimporte?
© mjt

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Fast 20 Prozent der Holzimporte in die EU stammen nach Schätzungen aus illegalen Quellen. Denn die internationale Nachfrage nach billigem Holz treibt die illegale Abholzung und Zerstörung der Wälder weltweit voran. Ein Gesetzesvorschlag aus dem Umweltausschuss des EU-Parlaments soll das in Zukunft ändern ...

Sollte das Gesetz Erfolg haben, dürfen in Zukunft nur noch Holz- und Holzprodukte aus legalen Quellen auf den EU-Markt gelangen. Damit wäre das Gesetz ein wichtiger Schritt des seit 2003 auf EU-Ebene verfolgten Aktionsplans FLEGT (Forest Law Enforcement Governance and Trade). Dieser soll dafür sorgen, dass illegal geschlagenes Holz aus den waldreichen Regionen der Erde nicht länger nach Europa eingeführt und verarbeitet werden darf.

Vorbild für das Gesetz ist unter anderem der Lacey-Act, der in den USA den Verkauf von Holz verbietet, dessen Ursprung nicht eindeutig geklärt ist. Allerdings gibt es Widerstand gegen das Vorhaben, verbindliche Sanktionen und Strafen für den Handel mit illegal geschlagenem Holz und dessen Verarbeitung zu beschließen. Es verwundert kaum, dass die Bedenken gerade von Ländern mit starker heimischer Holzindustrie stammen.

Dabei schadet der illegale Holzeinschlag Unternehmen, die legal Holz schlagen, denn der Raubbau beeinflusst auch den Weltmarktpreis. Ebenfalls verheerende Auswirkungen hat der unkontrollierte Raubbau auf die globalen Treibhausemissionen. Es wird geschätzt dass die illegale Abholzung der Wälder fast 20 Prozent zum weltweiten Co2 Ausstoß beiträgt.

Einer Umfrage es WWF zufolge sprechen sich über 90 Prozent der Konsumenten in der EU für ein starkes Holzgesetz aus.

Quellen: www.pressetext.at , www.greenpeace.at

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