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Seit 15 Jahren bemüht sich die Umweltorganisation DECOIN, das Intag-Tal, das etwa drei Autostunden nordwestlich von Quito liegt, zu schützen. Trotz der Fortschritte sind die Herausforderungen nach wie vor groß, auch in Amazonien. Dort ist die Zukunft der Yasuní-Initiative unsicher ...
Alleine durch das Engagement des unabhängigen Stromversorgers LichtBlick, der sich seit 2005 gemeinsam mit seinem Partner „Geo schützt den Regenwald e.V.“ für die artenreichen Wälder in der Intag-Region von Ecuador einsetzt, konnte die Umweltorganisation DECOIN (Defensa y Conservación Ecológica de Intag) mehr als 20 Millionen Quadratmeter Regenwald kaufen und unter Schutz stellen. Parallel dazu setzt sich die Organisation für die Erschließung neuer Einnahmequellen für die Bevölkerung und eine gesicherte Trinkwasserversorgung der Dörfer ein.
Neben dem Landkauf unterstützen LichtBlick und „Geo schützt den Regenwald e.V.“ gezielt die nachhaltige Entwicklung im Intag-Gebiet. So werden Bildungsprojekte, Fischzuchten, Kleingewerbe und eine Baumschule finanziert. Wie auch der Landkauf werden alle Projekte gemeinsam mit den Gemeinden der Intag-Region und der regionalen Umweltschutzorganisation DECOIN realisiert. Auch wenn die Unterstützung die Menschen im Projektgebiet ermutigt, sich weiterhin gegen die zerstörerische Ausbeutung der Erzvorkommen zur Wehr zu setzen, kann sich DECOIN nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen. Denn aufgrund ihrer reichhaltigen Kupfervorkommen gerät die Region immer wieder in das Visier großer Konzerne. Im Westen des Landes sind die einst flächendeckenden Bergregenwälder größtenteils bereits verloren – die Ursachen sind Kahlschlag, Brandrodungen und die Ausbeutung der Bodenschätze.
Auch die jüngste Entwicklung in Bezug auf die Yasuní-ITT-Initative verheißt für den Umweltschutz in Ecuador nicht Gutes. Das Anliegen dieser Initiative ist es, schätzungsweise 850 Millionen Barrel Erdöl, die im äußersten Osten Ecuadors unter dem Yasuní-Nationalpark in Amazonien lagern, unter der Erde zu belassen, falls die Öl importierenden Länder Ecuador eine Ausgleichszahlung in Höhe von 50 Prozent der geschätzten Erdöleinnahmen leisten – für die kommenden 30 Jahre. Nach einem Eklat im Dezember 2009 und schweren Anschuldigungen von Seiten des ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa waren jedoch die Mitglieder der Verhandlungskommission unter Protest zurückgetreten. Analysten befürchten, dass Correa dem starken Druck der Ölfirmen erlegen ist und das Öl zur Förderung freigeben wird.
Quellen: Geo schützt den Regenwald e.V., LichtBlick

