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Samstag 02. Januar 2010
Slums: entwickeln statt abreißen
© www.urbanouveau.com

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Der portugiesische Architekt Filipe Balestra hat gemeinsam mit seiner schwedischen Büropartnerin Sara Göransson ein evolutionäres Konzept zur Verbesserung der Wohnbedingungen in indischen Slums entwickelt ...

In der Siedlung Netaji Nagar in Pune, etwa 180 Kilometer von Mumbay entfernt, wurde das Konzept der beiden Architekten erstmals erprobt. Der Slum existiert bereits seit 40 Jahren. Das Konzept zur Umsetzung wurde gemeinsam mit der örtlichen Frauen-Selbshilfegruppe Mahila Milan entwickelt. Wichtig ist dabei die Flexibilität der entworfenen Gebäude und die Tatsache, dass sie ohne professionelle Bauleitung realisierbar sind.

Übergeordnetes Ziel der Entwicklung ist die Verbesserung der Behausungen, die Schaffung neuer sanitärer Einrichtungen und die Qualitätssteigerung des öffentlichen Raums. Dafür sollen in den nächsten Jahren Schritt für Schritt die Hälfte der Gebäude durch dauerhafte Konstruktionen ersetzt werden. Heute bestehen etwa 50% der Gebäude aus wenig stabilen, eingeschossigen Bauten aus minderwertigem Material und ohne fließendes Wasser.

Finanziert werden sollen die Gebäude durch ein Zuschussprogramm des indischen Staates. Etwa  4.500 Euro werden dabei je Slumbewohner für die Entwicklung von der Regierung zur Verfügung gestellt. Allerdings müssen sich die Bewohner mit 10 Prozent der Bausumme an den Kosten beteiligen. Da dieser Betrag für viele Menschen in Netaji Nagar unerschwinglich ist, können sie den Eigenanteil auch in Form eigener Bauleistungen oder in Form selbst beigesteuerter Baumaterialien erbringen.

Quellen: www.detail.de, www.urbanouveau.com

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