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Donnerstag 17. Dezember 2009
Brasilien: Brandrodung geht weiter
© mikadx

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Rund um Manaus brennen die Wälder. Dabei hatte die brasilianische Regierung angekündigt, gegen die massive Brandrodung im Amazonas-Gebiet vorzugehen ...

Wenn die alljährliche Trockenperiode im Juni beginnt werden die ersten Brände gelegt. Bis zum Oktober überzieht dann immer wieder beißender Rauch die Straßen von Manaus. In den Flammen sterben dabei jedes Mal unzählige Jungtiere und Jungvögel, die nicht fliehen können.  Dabei kann ein durch Brandrodung gewonnenes Feld nur etwa drei Jahre bewirtschaftet werden, bevor der Boden ausgelaugt ist und neuer Urwald abgefackelt werden muss.

Diese Art der Bewirtschaftung hat nicht nur verheerende Auswirkungen auf den Treibhauseffekt und vernichtet die Tier- und Pflanzenwelt, sie ist auch wenig effizient. Denn das Feuer tötet auch die nützlichen Mikroorganismen des Bodens ab und vernichtet einen Großteil der Nährstoffe.

Etwa 80 Prozent der niedergebrannten Flächen wird als Weidefläche für die Viehzucht verwendet. Absurderweise förderte die Regierung durch massive Subventionen und staatliche Beteiligungen die Expansion der Viehindustrie und machte Brasilien damit zum größten Rindfleischexporteur der Welt. Die abhängigen Beschäftigten der Viehhalter, die häufig unter sklavenartigen Bedingungen arbeiten und leben, haben davon allerdings in der Regel nichts. Sie verdienen für das Anzünden des Urwaldes nicht einmal genug, um sich selber Fleisch für ihre Mahlzeiten leisten zu können.

Zwar macht Brasilien offiziell immer mehr Regenwälder zu Schutzgebieten, doch viele der Gebiete stehen nur auf dem Papier. Vor Ort merkt davon niemand etwas davon. Außerdem sind die meisten Grundbesitzurkunden Amazoniens gefälscht. Seit jeher machen die hohe Korruption und die fehlende Rechtsstaatlichkeit den Bodenraub der Viehzüchter, Siedler und Großagrarier möglich.

Quellen: www.dw-world.de, www.greenpeace.de

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