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Mittwoch 30. September 2009
Umdenken bei der Weltbank

Statt wie bisher Privatisierungsrezepte zu verschreiben, setzt die Weltbank bei der Bekämpfung der Armut neuerdings auf Sicherheitsnetze für Entwicklungsländer ...

In der Vergangenheit wurden von der in Washington ansässigen Institution mit ihren fast 11.000 Mitarbeitern fast ausschließlich Großprojekte und Privatisierung als Mittel zur Entwicklung von Volkswirtschaften propagiert. Neuerdings setzt sie stärker auf den Aufbau sozialer Sicherungsnetze und die Stärkung staatlicher Strukturen gerade in Regionen, in denen der Staat nicht einmal die Grundversorgung mit Wasser, Energie und Nahrung garantieren kann.

"Wir dürfen nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen", mahnt Weltbank-Präsident Zoellick. "In der Lateinamerikakrise in den 80er Jahren und in der Asienkrise in den 90er Jahren haben wir zu sehr über Statistiken gesprochen - und nicht über Menschen." Überall seien die Budgets für Gesundheit, Ernährung und Bildung heruntergefahren worden. Es habe soziale Unruhen, ja sogar Gewalt gegeben. "Die Armen haben am meisten gelitten unter den Fehlern, die andere gemacht haben."

Mit dem Mandat, die Armut weltweit zu senken, kanalisiert die Weltbank etwa ein Fünftel aller Entwicklungshilfe an die ärmsten Länder und verleiht jährlich dutzende Milliarden Dollar in gegenwärtig fast 2000 Projekten.

Quelle: Deutsche Welle

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