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Sonntag 12. Juli 2009
Kambodscha: Kleinbauern gegen Investoren
© bp

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Die meisten Kleinbauern in Kambodscha besitzen nicht viel mehr als etwas Land für den Gemüseanbau. Für ihr Land können sie häufig keine Eigentumstitel vorweisen. Das nutzen Investoren, die "wirtschaftliche Landkonzessionen" erwerben und die Kleinbauern ohne Rücksicht vertreiben ...

Theoretisch müsse vor der Vergabe der Konzessionen mit der Bevölkerung verhandelt werden, da deren Eigentumsansprüche zu respektieren sind. Faktisch setzt allerdings niemand dieses Gesetz durch, da der Rechtsstaat nur auf dem Papier existiert. In der Praxis gilt das Recht des Stärkeren. Immer wieder kommt es zu Protesten in die Hauptstadt Phnom Penh durch  kambodschanische Bauern. Bei den Demonstrationen vor Parlament und Präsidentenpalast kam es in der Vergangenheit sogar vereinzelt zu Selbstverbrennungen.

In letzter Zeit interessieren sich immer mehr ausländische Investoren für die fruchtbaren Böden des Landes. Auch Kuwait und Katar zählen zu den neuen Investoren. Die Summe "wirtschaftliche Landkonzessionen" hat in Kambodscha inzwischen zwei Millionen Hektar erreicht. Das sind mehr als zwei Drittel der insgesamt bewirtschafteten Fläche des Landes.

Quelle: Deutsche Welle

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